Es existieren länderspezifisch verschiedene Systeme: Belgien 6 aus 45 (bis September 2011: 6 aus 42) Bulgarien 6 aus 49, 6 aus 42, 5 aus 35 Dänemark 7 aus 36, 6 aus 48 Deutschland 6 aus 49 plus 1 aus 10 Finnland 7 aus 39 Frankreich 5 aus 49 plus 1 aus 10 Griechenland 6 aus 49 Italien 6 aus 90 Liechtenstein (bis 5. August 2011) [10] 6 aus 49 Litauen 6 aus 30 Niederlande 6 aus 45 plus 1 aus 6 Österreich 6 aus 45 5 aus 90 (Zahlenlotto 1–90) Polen 6 aus 49, 5 aus 42 Québec/Kanada 6 aus 49 Schweden 7 aus 35 Schweiz 6 aus 42 plus Glückszahl 1 aus 6 Spanien 6 aus 49 Ungarn 5 aus 90, 6 aus 45 USA 5 aus 59 plus 1 aus 35 (Powerball) 5 aus 75 plus 1 aus 15 (MegaMillions) Vereinigtes Königreich 6 aus 49

 

6 aus 49 in Deutschland

In Deutschland betreibt der Deutsche Lotto- und Totoblock als Zusammenschluss der Landes-Lotteriegesellschaften das Lottospiel. Die Gewinnzahlen werden am Mittwoch- und am Samstagabend via Internet-Livestream (bis zum 29. Juni 2013 via Fernsehübertragung, mittwochs im ZDF und samstags in der ARD) gezogen. Im Anschluss an die Ziehung der sechs Lottozahlen wird separat eine Superzahl gezogen, welche sich aus den Zahlen 0 bis 9 aus der letzten Ziffer der (auf der Spielquittung bereits eingedruckten) Spiel-77- beziehungsweise Super-6-Nummer ergibt. Eine richtige Superzahl bewirkt ab zwei Richtigen eine Erhöhung der Gewinnklasse. Man kann zusätzlich an den Spielen Super 6, Spiel 77 und der GlücksSpirale teilnehmen. Seit dem 4. Mai 2013 kostet ein Lotto-Tippfeld 1 Euro (vorher 75 Cent). 50 % der eingezahlten Summe wird wieder ausgeschüttet. Außerdem wird auf jeden abgegebenen Spielschein eine Bearbeitungsgebühr erhoben, die je nach Bundesland 20 Cent bis hin zu einem Euro beträgt (den Betrag vermag jede Landeslotteriegesellschaft nach eigenem Ermessen festzusetzen). Der Annahmeschluss verschob sich durch den vorgezogenen Ziehungstermin deutlich nach vorn (in Niedersachsen zur Zeit samstags: 18:30 Uhr, mittwochs: 17:30 Uhr) Geregelt sind die Teilnahmebedingungen in jedem einzelnen Bundesland, denn Lotto ist in Deutschland Sache der Bundesländer. Gewerbliche Anbieter spielen oft im Sinne der Tippgemeinschaften bei den Lottogesellschaften, nehmen dafür jedoch zusätzliche Gebühren.

 

Regelungen seit 4. Mai 2013

Am 4. Mai 2013 traten folgende Veränderungen für das Produkt Lotto 6 aus 49 in Kraft ⦁ Die Superzahl ersetzt die Zusatzzahl. Damit wurde Lotto 6 aus 49 einfacher. Ebenfalls stiegen die Gewinnchancen, da die Superzahl nur aus den Zahlen 0 bis 9 gezogen wird. Die Zusatzzahl war hingegen aus 43 (49 minus 6) Zahlen gezogen worden. ⦁ Einführung der neuen Gewinnklasse IX für „2 Richtige plus Superzahl“ ⦁ Der Einsatz pro Tipp beträgt 1 Euro. ⦁ Durch die Erhöhung des Ausschüttungsanteils für die Gewinnklasse I „6 Richtige plus Superzahl“ sind in der Spitzen-Gewinnklasse höhere Jackpot-Gewinne zu erwarten. ⦁ Durch die Einführung der neuen Gewinnklasse IX für „2 Richtige plus Superzahl“ stieg die Wahrscheinlichkeit, überhaupt etwas zu gewinnen, auf 1:31 (3,23%); vorher lag diese bei 1:54 (1,85%). Die Wahrscheinlichkeit bei Abgabe aller zwölf Tipps auf einem üblichen Lottoschein zumindest einen Gewinn in Höhe der Summe der Spieleinsätze für diese 12 Tipps (vorher 9 €, jetzt 12 €, zuzüglich etwa 0,50 € Bearbeitungsgebühr) zu erzielen, ist dagegen gesunken, da die Gewinne in der Klasse XIII oft über 9,50 € lagen, jedoch zu erwarten ist, dass sie nur selten über 12,50 € liegen werden und in der neuen Klasse 9 nur 5 € gewonnen werden. ⦁ Während sich die zu erwartenden Gewinnquoten in den Klassen II und IV–VIII dank des um 25 Cent höheren Einsatzes und der gewählten Ausschüttungsanteile nur mäßig verändert haben, liegt der zu erwartende Betrag eines Gewinns in der Gewinnklasse III „5 Richtige und Superzahl“ bei weniger als einem Viertel im Vergleich zur vorherigen Gewinnklasse III „5 Richtige und Zusatzzahl“. Mehrere Zehntausend Euro zu gewinnen ist daher sehr unwahrscheinlich geworden.

 

Neue Gewinnwahrscheinlichkeiten (ab 4. Mai 2013)

Gewinnklasse Anzahl richtiger Voraussagen Gewinnchance 1 zu … (in %) Ausschüttungsanteil Theoretische Quote I 6 Richtige und Superzahl 139.838.160,00 (0,00000072 %) 12,8 % 8.949.642,20 € II 6 Richtige 15.537.573,33 (0,0000064 %) 10,0 %² (7,4 %³) 574.596,50 € III 5 Richtige und Superzahl 542.008,37 (0,00018 %) 5,0 %² (3,7 %³) 10.022,00 € IV 5 Richtige 60.223,15 (0,0017 %) 15,0 %² (11,1 %³) 3.340,60 € V 4 Richtige und Superzahl 10.323,97 (0,0097 %) 5,0 %² (3,7 %³) 190,80 € VI 4 Richtige 1.147,11 (0,087 %) 10,0 %² (7,4 %³) 42,40 € VII 3 Richtige und Superzahl 566,56 (0,18 %) 10,0 %² (7,4 %³) 20,90 € VIII 3 Richtige 62,95 (1,59 %) 45,0 %² (33,2 %³) 10,40 € IX 2 Richtige und Superzahl 75,54 (1,32 %) Fester Gewinnbetrag (13,2 %³) 5,00 € Klassen I-IX 31 (3,19 %) 50 % Spieleinsatz (100 %) 15,70 € Die genannten Prozentsätze beziehen sich auf die nach Abzug des festen Gewinnbetrages in der Gewinnklasse 9 und der Dotierung der 1. Klasse entstehende verbleibende Gewinnausschüttung. ³: Die Prozentsätze in Klammern sind die gerundeten theoretischen durchschnittlichen Ausschüttungsanteile an der gesamten Gewinnsumme (wenn tatsächlich die wahrscheinlichen 1,32 % aller Tipps die Gewinnklasse IX erzielen) Zudem ist je Gewinnklasse ein Jackpot möglich. Dieser entsteht, wenn in den vorhergehenden Ziehungen für die Klasse kein Gewinner ermittelt wurde. Die Gewinnsumme wird dann der gleichen Gewinnklasse bei der nächsten Ziehung hinzugefügt. Als Jackpot wird die Summe aus dem Übertrag der vorigen Ausspielung und aus der normalen, erwarteten Gewinnsumme bezeichnet. Eine exakte Bestimmung der Höhe des Jackpot ist wegen des Totalisatorprinzips erst möglich, wenn die Quoten feststehen. Ausnahme: Erfolgt kein Gewinn in Klasse 2, aber in Klasse 1 (also wenn alle Gewinner mit sechs Richtigen auch die richtige Superzahl haben), so wird die Gewinnsumme von Klasse 2 keinem Jackpot, sondern der Gewinnklasse 1 derselben Ziehung zugeschlagen. Dazu sind einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Übersteigt ein Einzelgewinn in einer niedrigeren Gewinnklasse den einer höheren Gewinnklasse, so werden die Gewinnsummen zusammengelegt und die Gewinne gleichmäßig auf die beiden Gewinnklassen verteilt. Wird nach 12 aufeinanderfolgenden Ziehungen in einer Gewinnklasse auch in der nächstfolgenden Ziehung kein Gewinn ermittelt, so erfolgt eine sogenannte Zwangsausschüttung. Das heißt, dass die Gewinnsumme auf die nächstniedrigere Gewinnklasse übertragen wird, in der mindestens ein Gewinner ermittelt wird. Eine Sequenz kann also maximal 13 Ziehungen umfassen. Vor dem Jahr 2009 war eine Sequenz von maximal 15 Ziehungen möglich, die bislang längste Sequenz ging über 13 Ziehungen.

 

Regelungen bis 1. Mai 2013

Der Spieleinsatz betrug je Tipp und Ziehung 75 Cent. Zusätzlich wurde für jeden Spielschein oder Quicktipp eine Bearbeitungsgebühr erhoben. Zusätzlich wurde zu den sechs Zahlen eine Zusatzzahl und eine Superzahl gezogen. Die Zusatzzahl wurde nach den ersten sechs Zahlen aus den restlichen 43 Kugeln als siebte Zahl gezogen. Sie erhöhte bei den niedrigeren Gewinnklassen den Gewinn um eine Stufe. Wenn beispielsweise genau vier von dem Spieler getippte Zahlen mit vier der sechs zuerst gezogenen Zahlen übereinstimmten, aber keine der beiden verbleibenden getippten Zahlen die Zusatzzahl ist, fiel er in die Gewinnklasse 6 (4 Richtige ohne Zusatzzahl). Stimmte jedoch von den beiden verbleibenden getippten Zahlen eine mit der Zusatzzahl überein, verbesserte sich die Gewinnklasse auf Klasse 5 (4 Richtige und Zusatzzahl). Quelle:

wikipedia.org